Umrüstung der Steuerung

Fahrtreppen und Fahrsteige sind große Energieverbraucher und verursachen durch viele bewegliche und abnutzende Teile hohe Instandhaltungskosten. Unsere Fahrtreppen und Fahrsteige sind in Abhängigkeit von der Förderhöhe mit Motoren von 5,5 bis 2x15 kW ausgerüstet. Die Energiekosten dieser Antriebe belaufen sich jährlich auf 9.000 bis 14.000 Euro.

Bei älteren Anlagen mit einfachen Steuerungen besteht meist nur die Möglichkeit diese mittels Schlüsselschalter auf START/STOP und AUF /AB bzw. EIN/AUS zu setzen. Das bedeutet, dass die Anlage mit einer eingestellten Fördergeschwindigkeit - meist mit 0,5m/sek - bis zur Abschaltung, und unabhängig von der Benutzung durch Kunden, permanent läuft.

Zur Umsetzung von Energieeinsparungen ist es daher zunächst notwendig, dass die Anlage mit einem Personenerfassungssystem (Personenradar, Lichtschranke, Lichtleiter) nachgerüstet wird. Nur so kann das Steuerungssystem erkennen, zu welchem Zeitpunkt und wie lange die Fahrtreppe auf Langsamfahrt oder gar auf Stop/ Standby umschalten kann.

Funktionsweise einer "intelligenten" Steuerung:

Die Fahrtreppen- und Fahrsteigsteuerung schaltet auf Langsamfahrt / Schleichfahrt, wenn keine Person die Anlage benutzt. Zusätzlich zu einem Energie-Einsparungspotential von 67 % reduziert sich bei Langsam fahrt adäquat auch der Verschleiß, d.h. weniger Störungen und Reparaturen. Bei vielen Kaufhaus-Fahrtreppen beträgt die Leerlaufzeit ohne Personen ca. 25 %, in höheren Etagen sogar bis 35%.

Bei Annäherung / Erfassung einer Person wird die Fahrtreppe sanft auf die Standardgeschwindigkeit beschleunigt und die Einschaltzeit / Laufdauer entsprechend der Anzahl der erfassten Personen automatisch verlängert. Nach der letzten, die Rolltreppe verlassenden Person, wird die Anlage wieder sanft auf die Langsamfahrt abgebremst oder "trudelt" ohne zusätzliche Bremsenergie aus (Steuerungen mit Frequenzumwandler) Die Einbau- bzw. Umrüstkosten für eine intelligente Steuerung können sich, in Abhängigkeit des Funktionsumfangs der Steuerung und der eingebauten Antriebe schon nach 2 Jahren amortisiert haben.

Mögliche Fragestellungen zum Umbau einer Steuerung:

  • Gewünschter Funktionsumfang unter Berücksichtigung der hersteller - und typenspezifische Gegebenheiten der Anlage
  • Gebäudetechnische und bauseitige Möglichkeiten vor Ort
  • Herstellerspezifisch oder herstellerneutrale Steuerung
  • Dauer und Zeitpunkt der Umrüstung
  • Zertifiziertes Fachunternehmen nach DIN EN 13015
  • Einweisung der verantwortlichen Mitarbeiter des Betreibers
  • Dokumentation der durchgeführten Änderungen
  • Notwendige Gefährdungsanalysen
  • Verantwortung des Betreibers
  • Preisgestaltung
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