Michael Geyssel, CEO der Geyssel Fahrtreppenservice GmbH - "regional präsent sein, aber global denken"

Michael Geyssel in seinem Büro, das deutlich seine Firmenphilosophie wiederspiegelt:
"regional präsent sein, aber global denken."

Gerne erinnert sich Michael Geyssel an die erste Bestellung einer Fahrtreppe, jedoch hat der 49-jährige Unternehmer und Vater von drei Kindern wenig Zeit für alte Erinnerungen. Dies liegt daran, dass sich aus den ersten Schritten, die 2001 in seinem Keller begannen, mittlerweile ein gesundes mittelständiges Unternehmen mit 150 Mitarbeitern und 100 Servicefahrzeugen entwickelt hat. Heute führt Michael Geyssel als geschäftsführender Gesellschafter in seiner Heimatstadt Köln in Deutschland die Geyssel Fahrtreppenservice GmbH, die sich auf die Fertigung von Fahrtreppen und Fahrsteigen sowie die Wartung von Aufzügen spezialisiert hat.

Seine Erfahrungen im Fahrtreppengeschäft sammelte Michael Geyssel vor der Gründung eines eigenen Unternehmens, 20 Jahre lang als Service Leiter in der damaligen Firma seines Vaters - der Geyssel Fördertechnik GmbH. Nachdem er dort im technischen und kaufmännischen Bereich einen tiefen Einblick in die komplexen geschäftlichen Abläufe gewinnen konnte, fühlte er, dass es nun an der Zeit sei, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Angesichts des raschen Wachstums nach der Unternehmensgründung, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Firmengelände der neu gegründeten Geyssel Fahrtreppenservice GmbH nicht mehr für eine flächenmäßige Expansion ausreichte -  daher wurde im Jahre 2005 ein Umzug aufgrund des steigend Auftragsvolumens unausweichlich. 

Einige hundert Meter weiter konnte ein neues Firmengelände gefunden werden, das zunächst eine ausreichende Fläche für den Verwaltungsbereich und die neue Produktionshalle bot. Nun war es auch möglich, Fahrtreppen bis zu einer Förderhöhe von 35 Metern zu fertigen.

„Einmal wünschte ein Kunde eine sehr zeitaufwendige und ungewöhnliche Stufenlackierung in grün-weiß“, erzählte Michael Geyssel. „Wir lassen keine Kundenwünsche offen“ und fügte scherzend hinzu, „ Wir würden eine Fahrtreppe sogar vergolden, sollten wir einmal so einen Auftrag erhalten.“ 

Steigende Nachfrage in Europa

Im Jahre 2008 wurde der zu Verfügung stehende Platz für die Lager- und Verwaltungszentrale wiederum zu beengt. Kurzentschlossen erweiterte das Unternehmen das Firmengelände auf 22.000 m². Um der weiterhin wachsenden Nachfrage im Produktions- und  Wartungsbereich gerecht zu werden, ist für 2013 der Bau einer zusätzlichen Produktionshalle geplant. Parallel hierzu sollen in den nächsten fünf Jahren viele weitere Servicestandorte in Deutschland und den angrenzende europäische Länder realisiert werden. Michael Geyssel sieht gerade in dieser bevorstehenden Expansion die Früchte seines bisherigen Schaffens. 

Die Aufnahme zusätzlicher Sicherheitsvorschriften in die DIN EN 115 und den Einzug der Fahrtreppe in die virtuelle Welt sowohl im Bereich der Konstruktion als auch der Kundenpräsentation sind Wünsche, die Geyssel gerne auch in dieser Branche umgesetzt sehen würde. Alle Geyssel Konstruktionen sind durch den TÜV Süd nach DIN EN 115-1:2008 + A1: 2010 zertifiziert und die angebotenen Serviceleistungen gehen weit über die Vorgaben der DIN EN 13015 hinaus.

Ein expandierendes Geschäft

Michael Geyssel erklärt, dass er seine größten Lehren in der Vergangenheit aus „Versuch und Irrtum“ gezogen habe. „Mit einer Familie im Hintergrund kann der Verlust des eigenen privaten Vermögens zu einem gravierenden Problem werden und so findet man immer wieder Wege, um Fehler, die meist Geld kosten zu vermeiden. Weitere bedeutende Eckpfeiler seiner Unternehmensphilosophie, sind: das Fest-halten an seinem gegeben Wort, die persönliche Verantwortungsübernahme für (eigene) Fehler, das Vertrauen in alle seine Mitarbeitern, die Offenheit zu seinen Kunden und das Bestreben, diese von der Flexibilität seines mittelständischen Unternehmens zu überzeugen. 

Denjenigen, die ins Fahrtreppengeschäft eintreten möchten, rät Michael Geyssel, sich zunächst einmal intensiv mit den angebotenen Produkten, den Kunden-wünschen und den zukünftigen Trends in der Branche vertraut zu machen. Dieses Know-how und harte persönliche Arbeit sind aus seiner Sicht das Fundament für zukünftigen Erfolg - daher empfiehlt er, immer auf die Erfahrung der älteren und die Stärken der jüngeren Mitarbeiter zu vertrau

Ein Blick in die Zukunft

Michael Geyssel bereut keinen seiner bisherigen Schritte und erklärt hierzu: "Ich liebe meine Arbeit, meine Mitarbeiter und meine Familie und würde heute wieder die gleichen Entscheidungen wie früher treffen.“ 

Er persönlich hat nicht das Gefühl, dass ihn die weltweite Rezession bislang besonders getroffen hat, weil er immer schon sehr viel Zeit in die Planung von Dingen investiert hat, die dazu beitragen, auch in Zukunft Wachstum und Erfolg für sein Unternehmen zu garantieren.